„In meiner Kindheit wäre ich froh gewesen, wenn ich sowas gehabt hätte, das gab es zu meiner Zeit nämlich nicht“ Dieser Satz stammt nicht, wie man vielleicht meinen könnte, von meinem 97 jährigen Opa, wenn er aus seiner entbehrungsreichen Kindheit in den Vorkriegsjahren erzählt. Dieser Satz und ähnliche Sätze kommen immer öfters über meine Lippen und das dazu passende genervte Augenrollen kommt von meinen eigenen Kindern. Wir hatten aber auch eine harte Kindheit in den 80-er Jahren!

Unser Social Media Account war ein grünes Ungetüm mit Wählscheibe. Wenn allerdings unser Nachbar telefonierte, Stichwort Viertelanschluss, dann war nichts mit einloggen, dann kam das Besetztzeichen.

Unsere Streamingdienste waren ORF1 und ORF 2. Nach der Schule durften wir durch das Programm zappen, ohne Fernbedienung versteht sich, aber die brauchte man auch nicht wirklich bei zwei Sendern. Das Highlight der Primetime  war  „Night Rider“  mit dem sprechenden Auto K.I.T.T“ . Unser Binge Watching  oder Komaglotzen endete jeden Tag pünktlich um 19 Uhr, dann  wurde umgeschaltet zu Kärnten Heute.  Alles Betteln und Jammern unsererseits war vergebens, wir hatten ja nur einen Fernseher für alle Familienmitglieder.

Unsere Social Media Plattform war entweder rund ums Haus, auf der Straße vor dem Haus oder im Wald hinter dem Haus. Wir hatten unsere Lieblingsstars nicht nur abonniert, wir hatten sie sogar in unseren Kinderzimmern. Sie hingen als  aufgeklebter Starschnitt aus der“ Bravo“ an der Kinderzimmerwand und jede Woche kam dann eine Hand, ein Fuß oder ein anderes Körperteil dazu.

Unser Musikstream war der „Wurlitzer“. Eine Sendung, in der der Moderator auf die Tasten einer Jukebox drückte und so die Musikwünsche des Anrufers erfüllte. Eine Stunde lang bekamen wir die neuesten Musikvideos zu sehen und  „Lambada“ und „Looking for Freedom“ liefen in Dauerschleife. Unser IPOD war ein  umhängbarer, batteriebetriebener Musikkassettenrecorder der schrecklich zu leiern begann, wenn die Batterien leer wurden.

Unser Musikstream war der „Wurlitzer“. Eine Sendung, in der der Moderator auf die Tasten einer Jukebox drückte und so die Musikwünsche des Anrufers erfüllte. Eine Stunde lang bekamen wir die neuesten Musikvideos zu sehen und  „Lambada“ und „Looking for Freedom“ liefen in Dauerschleife. Unser IPOD war ein  umhängbarer, batteriebetriebener Musikkassettenrecorder der schrecklich zu leiern begann, wenn die Batterien leer wurden.

Unsere Game Duelle und Multiplayerspiele fanden vorwiegend bei Schlechtwetter im Kinderzimmer statt. Da wurden dann auf dem aufgebauten Spielbrett Verbrecher gejagt, riesige Armeen vernichtet oder ganze Straßenzüge leergekauft.

Meine Kinder werden wohl weiterhin mit den Augen rollen, aber wie sollen sie auch verstehen,  wie wunderbar und großartig diese Zeit war? Das verstehen nur diejenigen, die selbst Kinder der 80 er sind!

Ein Kuchen durfte auf keinem Kindergeburtstag in den 80-ern fehlen, der Mamorkuchen. Auch heute noch unbestritten mein Lieblingskuchen!

Mamorkuchen

Zutaten

 250 g Weizenmehl

250 g Staubzucker

1 Pkg Vanillinzucker

4 Eier

100 ml Wasser lauwarm

100 ml Öl

1/2 Pkg Backpulver

2 EL Kakao

Zubereitung

  • Eier trennen,  Dotter mit Zucker schaumig rühren, Öl und Wasser in die Masse einrühren.
  • Eiklar zu steifem Schnee schlagen.
  • Mehl und Backpulver unter die Dottermasse heben und zuletzt den Schnee unterziehen.
  • Ein Drittel des Teiges in eine Schüssel geben und den Kakao einrühren.
  • Eine Gugelhupfform einfetten und mit Mehl austreuen.
  • Helle und dunkle Teigmasse abwechselnd in die Form füllen und mit einer Gabel ein Spiralmuster durch den Teig ziehen.
  • Den Gugelhupf im vorgeheizten Backrohr 10 Minuten bei 180°, dann weiter mit 160° ca. 1 Stunde backen.

"Es tut mir leid, wenn ich euch störe, Leute, aber ich tanze immer den letzten Tanz der Saison!"

Johnny